H1: Zwei Endspiele zum Abschluss der regulären Saison

Nachdem unsere Herren zuletzt zwei wichtige Siege gegen den HC Hopfenperle (31:30) und den STV Willisau (33:27) feiern durften und damit den direkten Abstieg verhinderten konnten, musste man sich vergangene Woche in Jegenstorf «nur» mit einem Punktgewinn abfinden. Lange führte man in dieser Partie, teils mit 7 Toren Differenz, komfortabel, verlor ab der 45. Minute aber komplett den Faden und musste sich am Ende mit einem bitteren 27:27 Unentschieden begnügen. Damit verpasste es unsere SG, sich im Kampf um einen möglichen Barrageplatz vom BSV Bern etwas abzusetzen.

Lange Zeit blieb unseren Herren nicht, um die Wunden zu lecken. Bereits dieses Wochenende stand das Rückspiel gegen die SG Ruswil Wolhusen auf dem Programm. Mit diesem Gegner hatte man noch eine offene Rechnung zu begleichen, verlor man das Hinspiel in der letzten Sekunde mittels direkt verwandeltem Freistoss mit 28:29.

Die Marschrichtung für die Partie gegen Ruswil Wolhusen war klar. Man wollte an die Leistungen aus den Spielen gegen Hopfenperle, Willisau und die ersten 45 Minuten aus dem Spiel gegen Jegenstorf anknüpfen, als man die gegnerischen Teams mit aggressivem, schnellem und druckvollem Spiel immer wieder in Bedrängnis bringen konnte. Dies war am Ende auch der Schlüssel für die unerwarteten Erfolge gegen Hopfenperle und Willisau.

Leider setzte man das vorgenommene im Angriffsspiel nicht um. Zu statisch und mit zu vielen Querbewegungen agierte der Aufbau, was das Toreschiessen massiv schwieriger gestaltete. Dass man im ersten Durchgang nie in Rückstand geriet, lag vor allem am starken Defensiv-Verbund unserer SG, welche es den Schützen der Ruswiler ebenfalls sehr schwierig machte, zu Torerfolgen zu kommen. Am Ende wechselten die Teams in einer torarmen ersten Halbzeit beim Stande von 9:8 für unsere SG die Seiten.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel sehr torarm und spannend. Unsere Herren konnten zu Beginn immer wieder in Führung gehen. Man tat sich im Angriffsspiel aber weiterhin sehr schwer. Zudem häuften sich nun auf Seiten unserer SG die technischen Fehler und viele Zeitstrafen (am Ende waren es 7 Strafen, 6 davon in der zweiten Hälfte, davon sogar 2 doppelte Unterzahlsituationen). Dies konnte das Heimteam schlussendlich nutzen, um in der 46. Minute das erste Mal in Führung zu gehen. Zwar konnte man diese Führung wieder ausgleichen. Doch nun rannten unsere Herren permanent einem Rückstand hinterher. In der Schlussphase wurde es nochmals richtig spannend. Die Gastgeber gingen in der 59. Minute mit 19:20 in Führung. Unsere SG hatte noch genügend Zeit, den Ausgleich zu erzielen. Jedoch musste dies in Unterzahl erfolgen. Am Ende wollte der Ball aber nicht mehr ins gegnerische Tor fallen, wodurch eine knappe 19:20 Niederlage für unsere Herren resultierte.

Wieder verlor man gegen Ruswil denkbar knapp. Und wieder war die Niederlage absolut unnötig. Am Ende bleibt nur die Ernüchterung und die Tatsache, dass man die Partie im Angriff verloren hatte. Wer nur 19 Tore erzielt, kann kaum eine Partie in der 2. Liga gewinnen.
Zu selten konnte man an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Zu statisch agierte das Angriffsspiel unserer Herren. Anstatt mit Zug aufs gegnerische Tor zu gehen machte man zu viele Querbewegungen.
Weiter mangelte es teilweise auch an der notwendigen Spielintelligenz. Anstelle eines einfachen Passes versucht man schwierige Pässe übers halbe Feld, welche zumeist zu Fehlern führen. Oder aber man versucht im Abschluss lieber einen Dreher oder Heber, anstelle den Ball mit voller Wucht im gegnerischen Kasten unterzubringen. Vor allem in Unterzahlsituationen rächt sich so etwas, da man noch mehr Kraft aufwenden muss, um sich in der Abwehr wieder den Ball zu erkämpfen.

Mit dieser Niederlage haben es unsere Herren verpasst, sich ein kleines Polster auf den BSV Bern aufzubauen. Nichtsdestotrotz darf man nun den Kopf nicht hängen lassen. Denn nun muss es für unsere Herren nur noch einen Weg geben. Aus den letzten beiden Partien müssen zwingend 2 Siege her, will man am Ende nicht in einer möglichen Barrage-Runde gegen den Abstieg kämpfen. Noch hat man es aber in den eigenen Händen, trifft man in der letzten Runde (30.04.2022) auf den direkten Konkurrenten aus Bern.

Zuvor müssen unsere Herren nächsten Samstag, 09.04.2022 gegen den Tabellenführer aus Biberist ran. Kann man die Leistung aus dem Spiel gegen Willisau wieder abrufen, ist auch in diesem Spiel alles möglich. Es wird aber garantiert ein schwieriges Unterfangen.

Für die SG AOR im Einsatz:
Graber, Rühl, Scheurer / Erni (3/1), Giannelli (2), Hanneke, Nüssel (3), Pirola (5), Peyer (1), Roth (2), Seifert, Wehrli (2), Wittwer (1), Zemp